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Wie reinigt man Münzen?

Der eine oder andere Münzsammler kann immer mal wieder vor der Entscheidung stehen seine Münzen zu reinigen. Allerdings sollte hier besondere Vorsicht walten, um die Münzen nicht irreparabel zu schädigen. Dadurch kann ein hoher Wertverlust leicht vermieden werden. Genauso wichtig ist die fachgerechte Aufbewahrung. Goldgeprägte Edelmetall-Münzen brauchen generell keine Reinigung. Das gilt auch für die meisten modernen Münzen aus Silber oder unedlen Metallen. Bei der 5 Euro Münze handelt es sich um eine Mischung aus Kupfer-Nickel-Werkstoffen und Polymer für den blauen Ring, der die beiden Teile verbindet.

Münzen richtig pflegen

Fingerspuren oder kleine Flecken können meist durch ein Seifenbad beseitigt werden. Eigentlich ist das aber gar nicht nötig. Natron und Zitronensaft helfen bei gröberen Verschmutzungen von Kursmünzen, die im Umlauf sind. Ein Silbertauchbad hellt fleckig angelaufene Silbermünzen wieder auf.

Eine Kardinalsregel dabei ist, nie und auf keinen Fall verschiedene Metalle zusammen mit ein und derselben Flüssigkeit zu behandeln oder sie darin einzulegen. Das gilt genauso für das gemeinsame Bad als auch das Nacheinander tauchen. Werden die Münzen gereinigt, sollte jeder Kontakt außerhalb des Randes vermieden werden. Generell lässt sich aber sagen, dass Münzen so wenig wie möglich gereinigt werden sollten. Das Beste ist sie soweit wie möglich im Originalzustand zu lassen.

Finger weg von der Patina

Befindet sich Patina an den Münzen, besonders an antiken Kupfermünzen, sollte diese auf jeden Fall in Ruhe gelassen werden. Bei antiken Kupfermünzen weisen die Oberflächen meist eine natürliche Patina auf. Sie hat sich im Alterungsprozess gebildet und kann variieren zwischen hellem grün über braun bis zu schwarz. Eine echte Patina gilt es auf jeden Fall zu erhalten. Falsche Reinigungsversuche würden sie zerstören. Die Patina ist ein unverwechselbares Echtheitsmerkmal, das in der Zeit von vielen Jahrhunderten entstanden ist und die antiken Münzen erst so besonders macht.

Für alte Silbermünzen gilt übrigens das Gleiche. Eine gleichmäßig dunkle Patina über der Oberfläche wird besonders in Fachkreisen bei Talern vom ausgehenden Mittelalter bis ungefähr in die Mitte des 19. Jahrhunderts hoch angesehen. Ein erfahrener Sammler findet in einer nicht ganz so schönen Patina immer noch eine wertvollere und interessantere Münze als in einer polierten.

Ein Münzbad

Oberflächliche Fettspuren oder oxidationsbedingte Flecken können bei Münzen ab dem 19. Jahrhundert durch ein Bad entfernt werden. Dazu eignet sich Geschirrspülmittel im Reinigungsbad. Hierbei ist darauf zu achten, dass die Münzen im Bad weder übereinander liegen, noch dass sie sich berühren. Die Konzentration der Seifenlösung hängt von der Metallart ab. Es gibt im Handel fertige Reinigungsbäder, die genau auf die jeweiligen Münzmetalle abgestimmt sind. Dabei kann gesagt werden, dass alte Münzen und Kupferlegierungen generell am empfindlichsten sind, während sich Silber und Gold etwas robuster zeigen.

Die verschiedenen Metalle dürfen nie gemischt werden im Reinigungsbad. Es ist ganz wichtig darauf zu achten. Es gilt auch eine strikte Trennung einzuhalten zwischen weißen Münzen wie Kupfer oder Nickel und braun-gelben Legierungen aus Kupfer, Messing oder Bronze.

Um die Münzen zu baden, werden sie eingeweicht und mehrmals innerhalb von einer ca. halben Stunde gewendet. Danach lässt sich der Schmutz vorsichtig entfernen. Umso wertvoller oder empfindlicher die Münze ist, gilt mit ganz wenig Druck bis hin zu gar keinem zu arbeiten. Es gilt darauf zu achten, das Münzmetall auf keinen Fall beim Schmutz entfernen zu verletzen.